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PartG mbB

Neue Rechtsform nun beschlossen


Bisher gab es für Freiberufler, die sich zusammenschließen wollen, nur die Möglichkeit der sogenannten Partnerschaftsgesellschaft. Der Nachteil der Partnerschaftsgesellschaft ist, dass jeder Angehörige, der im Vertrag als Partner aufgeführt ist, persönlich gegenüber Gläubigern haftet, sofern er an der Bearbeitung des jeweiligen Auftrags beteiligt war. Solang jeder Partner für einzelne Mandanten zuständig ist und die Partner einzelne Aufträge bearbeiten, reicht die persönliche Haftung, welche meist über die Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt wird, aus. Bei größeren Kanzleien bzw. Partnerschaftsgesellschaften, in denen mehrere Partner Mandate betreuen oder in Teams zusammenarbeiten, können die einzelnen Partner und Partnerinnen die jeweiligen Aufträge weder vollumfänglich überblicken noch verantworten. Um die Haftung, die sich aus einer fehlerhaften Berufsausübung ergibt, zu beschränken, wählten insbesondere große Partnerschaften die britische Rechtsform der Limited Liability Partnership (LLP), bei der die Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist.

Das Bundeskabinett hat nun dem Entwurf, eine neue Rechtsform einzuführen, zugestimmt. Hierbei handelt es sich um die sogenannte Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartG mbB). Damit soll das deutsche Pendant zur britischen LLP geschaffen werden. Die Haftung der einzelnen Partner soll damit auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt sein.

Folgende Voraussetzungen gelten für die PartG mbB:
  • Eintrag im Partnerschaftsregister mit Namenszusatz („mbB“)
  • Abschluss einer Haftpflichtversicherung.
Mindestversicherungssummen für PartG mbB:
  • Rechtsanwälte: 2,5 Millionen Euro
  • Wirtschaftsprüfer: 1 Million Euro
  • Steuerberater: „angemessene Versicherungssumme“.
Das Gesetz befindet sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren, sodass vor 2013 nicht mit einem Inkrafttreten des Gesetzes zu rechnen ist.

Diese Nachricht nimmt Bezug auf die am 31.05.2012 hier veröffentliche Nachricht „Neue Gesellschaftform“.

02.07.2012



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